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media.think.tank 2018: film | innovation | economics
Prof. Kirsten Niehuus und MinDir Dr. Jan Ole Püschel

media.think.tank 2018: film | innovation | economics

23. April 2018 –

Erfolgreiche Konferenz zum Thema „Film als Creative Industry“

Potsdam-Babelsberg, 23. April 2018 – Im Rahmen ihrer Reihe media.think.tank veranstalteten die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und das Erich Pommer Institut am 20. April 2018 eine Konferenz, die sich dem Thema Film als Kreativindustrie und der erweiterten Rolle des Films für Gesellschaft und Wirtschaft widmete. Mit vielen interessanten Gästen aus Branche, Politik und Wissenschaft gelang das, was Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Stürmer – laut ihrer Einleitungsrede – mit Spannung erwartete, nämlich, dass Brückenschläge zwischen den unterschiedlichsten Persönlichkeiten und Bereichen stattfinden und zu anregenden Diskursen führen.


Neben Frau Stürmer begrüßten Nadja Radojevic, Geschäftsführerin des EPI und Mitveranstalterin, und der Leiter der Staatskanzlei und Medienbeauftragter des Landes Brandenburg, Staatssekretär Thomas Kralinski, die Gäste und eröffneten die Konferenz. Die Konferenz gliederten drei thematische Teile. Den ersten Teil leitete Prof. Dr. Klaus Goldhammer (CEO und Managing Partner, Goldmedia) mit Fakten über die Dynamik der Branche ein. Schon im ersten Panel des Themenblocks „Film als Kernbranche der Creative Industries – A Bigger Picture?“ ging es lebhaft u.a. um die Frage, ob die „Zuneigung“ der europäischen Politik gegenüber der Kultur- und Kreativwirtschaft teilweise auch im Gegensatz zum Erhalt einer breitmöglichen nationalen kulturellen Vielfalt und tragfähiger Geschäftsmodelle steht. Dies diskutierten Dr. Christian Ehler (Vorsitzender der Intergroup des Europäischen Parlamentes „Creative Industries in Europe“) mit Meike Kordes (Filmproduzentin, Geschäftsführerin, Kordes & Kordes Film) und MinDir Dr. Jan Ole Püschel (Leiter der Gruppe K3, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien). Auf die Bedeutung des Films im „Kampf um Narrative“ wies Michael Reiffenstuel (Beauftragter für Auswärtige Kulturpolitik und stellvertretender Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation, Auswärtiges Amt) hin. Prof. Kirsten Niehuus (Geschäftsführerin Filmförderung, Medienboard Berlin-Brandenburg) hob positiv die hohe inhaltliche Dynamik in der Filmbranche und ihre Unterstützung durch die regionale Förderpolitik hervor. Einigkeit bestand jedenfalls darin, dass die Kreativbranchen eine quantitativ und qualitativ enorm wichtige Bedeutung haben, sie diese Rolle auch in der Lobbyarbeit noch stärker wahrnehmen müssen – so auch Christoph Backes (Projektleiter, Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes) – und sich die Politik ausdrücklich weitere Anregungen aus der Branche wünscht, um diese zu fördern.



Der zweite Teil „Navigieren in offenen Systemen: Kreative Prozesse, Creative Entrepreneurship, Creative Governance“ startete mit einer Keynote von Prof. Ursula Bertram (TU Dortmund, Leiterin, Zentrum für Kunsttransfer/ IDfactory) und einem Input von Prof. Dr. Stefan Winter (Gastprofessor, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF). Im Panel tauschten sich erfahrene und junge Unternehmerpersönlichkeiten – Wolf Bauer (Film- und Fernsehproduzent, langjähriger CEO der UFA) und Jannis Funk (Cinuru Research) – mit künstlerisch oder über die Kunst Forschenden aus – Prof. Swetlana Heger-Davis (Direktorin Departement Kunst & Medien, Vize-Präsidentin, Zürcher Hochschule der Künste) und Prof. Dr. Michael Hutter (Ökonom, Soziologe, Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin). Trotz großer Unterschiede bei der Deutung von Begrifflichkeiten und Vokabular herrschte hier erkennbare Einigkeit im Hinblick auf die Besonderheiten und die Gestaltungskraft kreativen Denkens und Arbeitens und deren wachsende Bedeutung für die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft.


Im Panel des dritten Themenblocks „Neue Formen des Neuen: Nichttechnische Innovationen in der Filmbranche“ sprachen erneut Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen – von Arno Heinisch, Geschäftsführer von Rocket Beans Entertainment, bis hin zu MinR Hans-Peter Hiepe (Referatsleiter, Bundesministerium für Bildung und Forschung) – intensiv und konzentriert über das Potenzial nichttechnischer Innovation und den dringenden Bedarf, hier zu einer tragfähigen Definition und geeigneten Förderinstrumenten zu kommen. Dr. Christian Handke (Assistant Professor (tenured) of Cultural Economics, Erasmus University Rotterdam) und Dr. Anselm Mattes (Manager, DIW Econ) lieferten einen Überblick über den aktuellen Stand der ökonomischen Forschung im Bereich nicht-technischer Innovation. Wolf Bosse, Technologie- und Innovationsstratege bei ARRI, beschrieb, wie sich das Unternehmen immer stärker „systemisch“ an den Schnittstellen von weltweit führender Technologie und Kreativinhalten entwickelt und positioniert. Anna Luise Kiss, Vizepräsidentin Forschung und Transfer der Filmuniversität, und Torsten Zarges (Chefreporter, DWDL.de) moderierten professionell und stringent die Konferenz, die in angeregten Gesprächen am späten Nachmittag ihr Ende fand. „Hierin sehe ich eine der schönsten Aufgaben und Fähigkeiten einer Hochschule wie unserer, Diskurse anzuschieben, die nicht unmittelbar interessengetrieben sind, die die unterschiedlichsten Sichtweisen zusammenbringen und die nicht von Kurzatmigkeit und schnellen Antworten geprägt sein müssen“, so Präsidentin Susanne Stürmer am Ende des Tages. 



Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen und Interviewwünschen an Marijana Harder – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit EPI | mh@epi.media | T: +49 177 79 42 871.

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Marijana Harder
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+49 (0) 177.794 28 71 | mh@epi.media
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